Seelenhygiene

:-) Wir waschen oder duschen uns regelmäßig, putzen uns die Zähne, Kämmen uns, achten also darauf, unseren Körper sauber zu halten. Fein! 

Wie schaut es jedoch mit unserem Gemütszustand aus? Gehen wir mit diesem auch immer so bewusst um????? Halten wir den “sauber”?

Schauen wir uns doch einmal unsere Beziehungen genauer, bewusster an; Partnerschaft ebenso wie Freundschaften, Bekanntschaften, Kollegen, Mitarbeiter, all die Menschen, die uns umgeben, mit denen man es im Laufe der Zeit zu tun hat.

Wir Menschen sind soziale Wesen, für ein Miteinander geschaffen, den Austausch mit der Umwelt, den Kontakt zu anderen Menschen zu pflegen. Wäre dem nicht so, dann hätten wir ja nacheinander auf die Welt kommen können, einer nach dem anderen. ;-) Gäbe sicherlich wesentlich weniger Ärger und Streit, allerdings auch nicht so viel Freude, Liebe und Gefallen an all dem, was uns umgibt. :-) 

Im Innersten bleibt ja dennoch diese unergründliche, tiefe Einsamkeit, die Sehnsucht danach, sich mit anderen Menschen wirklich voll und ganz verständigen zu können, verstanden zu werden. Dieses Bedürfnis Teil eines großen Ganzen zu sein. Angenommen zu sein! Ich denke, jeder Mensch nimmt es immer mal wahr. Es ist ein großer Unterschied zwischen allein sein und sich einsam zu fühlen. Auch in der Gesellschaft von anderen Menschen kann ich mich einsam fühlen, wenn es keine Gemeinsamkeiten, keinen Konsens, keinen echten Austausch gibt.

Wie wichtig ist es daher, sich seine Kontakte genau anzusehen. Sind sie förderlich, oder hemmen sie gar?

Mit welchen Menschen umgeben wir uns, wer hat Einfluss auf uns, unsere Zeit, unseren Gemütszusand? Die Bandbreite ist groß. Angefangen von Menschen, die ihr letztes Hemd geben würden, die Güte in Person sind, echten Freundschaften, über relativ neutrale Begegnungen, bis hin zu den “Saugern”, Menschen, die einen Kraft kosten, runterziehen, die einen hemmen.

Um ein glückliches, erfülltes und vor allem “selbstgestaltetes” Leben zu führen, ist es ausgesprochen wichtig, sich seine Kontakte, sein soziales und auch berufliches Umfeld genau anzusehen.

Gehen Sie aus einem Gespräch zufrieden, eventuell sogar gestärkt heraus, oder fühlen Sie sich unwohl, müde, erschöpft?

Ein konstruktives Gespräch hinterlässt sicher keinen unangenehmen Nachgeschmack. Selbst wenn es sich um ein Gespräch handeln sollte, in dem man nicht einer Meinung ist.

Werden Ihnen allerdings destruktive Inhalte “drübergestülpt”, so fühlen sie sich danach leer und ausgebrannt.

Diesem Einhalt zu gebieten kann unter Umständen ein schwieriger Prozess sein. Denn, erst einmal müssen Sie es merken, es sich bewusst machen. Dem Gegenüber vermitteln, das ist kein förderliches, positives Tehma, damit wollen Sie sich nicht auseinander setzen. Will man doch auch andere Menschen nicht verletzen, zurück- oder gar zurechtweisen.

Z.B:. Gespräche über Krankheiten. Wie oft passiert es Ihnen, Sie fragen: “Wie geht es Ihnen / Dir?” Und Sie bekommen eine endlos lange Krankengeschichte erzählt. Sicher, Ihr Mitgefühl wird geweckt. Sie äußern Bedauren, wünschen gute Besserung. Wenn Sie Glück haben, so kommt der letzte Teil des Satzes auch an. ;-) Allerdings, oft hat man diese Glück nicht. Der “Kranke” ist in seinem Element. Er bekommt das, was er am wichtigsten braucht, Aufmerksamkeit.

Oder: “Die Welt ist ja so schlecht!” Kennen Sie sicher auch zur Genüge. Es sind stichaltige, klar erkennbare Ereignisse, sie gehen durch die Medien, sind oft erschütternd, bewegend, erschreckend… oder Ereignisse, die auch Sie in Ihrem Umfeld wahrnehmen können, der zunehmende Straßenverkehr… oder, oder oder… die Liste ist unendlich. Nun stellt sich die Frage: Inwieweit betrifft es Ihr eigenes Leben? Wie groß ist Ihr Einfluss auf das Geschehen? Können Sie daran etwas ändern?

Smalltalk ist sicher total ok. Immer intensive, tiefgreifende Gespräche zu führen ist sicher nicht angemessen, nicht erwünscht. Weder von Ihnen noch von Ihrem Gegenüber. Sich auch mal erzählen, “Ich hab heute bauchweh… Die Teuerungsrate ist erschreckend… ” warum nicht. ;-) Auch das Wetter gibt immer mal was her. ;-)

Gut, darf alles mal sein. Nur, wenn Sie feststellen, mit manchen Menschen gibt es nur destruktive Tehmen, selbst wenn Sie versuchen, das Ruder herumzuwerfen, Sie erreichen den Anderen nicht, so ist es an der Zeit, diesen Kontakt in Frage zu stellen, auf ein Minimum zu reduzieren, oder schlimmstenfalls ganz einzustellen.

Sie sind sich etwas wert! Es ist Ihr Leben, Ihre Energie und vor allem,

Ihre Lebensfreude!

Seien Sie gut zu sich! Umgeben Sie sich doch auch sonst mit schönen oder zumindest zweckmäßigen Dingen. Achten Sie auf die Qualität Ihrer “Beziehungen”, denn, diese sollten der gegenseitigen Bereicherung dienen! :-)

Aus Erfahrung weiss ich, wenn ich sorgsam mit meinen Beziehungen umgehe, mich mit Menschen umgebe, mich auf sie einlasse, die förderlich für mich sind, also auf das achte, was ich will, die Anderen verlieren sich von selbst. :-) Ich bin nicht mehr interessant genug für solche Menschen. Ich geb im wahrsten Sinne des Wortes “nichts mehr her!!!!!!!!” :-)

 

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One Response to Seelenhygiene

  1. Johanna Könitz says:

    Hey Karolina! Super Text! Das sind auch genau meine Gedanken, du hast sie perfekt in Worte gefasst!

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